Kultur | Medien | aus dem |
Ausbruch aus der Streichholzschachtelwelt
outside the box ist ein neues feministisch-sozialkritisches Magazin aus Leipzig

»Brauchste Feuer, Püppie?« – Warum in aller Welt gibt man noch 2009 eine »Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik« heraus? »Das kommt doch Jahrzehnte zu spät«, ruft die F-Klasse. Und dann ist die erste Nummer auch noch dem Thema Emanzipation gewidmet. »Langweilig, emanzipiert sind wir schon«, zicken die Alphamädchen. Vielleicht ist eine solche Zurückweisung vorschnell, wagen wir also die Lektüre.
Nach dem Blick ins Inhaltsverzeichnis wird klar, dass es den Herausgebenden um mehr geht, als die Fahne des Feminismus hochzuhalten. Dabei ist es mit der angeblich hergestellten Geschlechtergerechtigkeit ja auch noch nicht so weit her: Zwar darf die Frau von heute zwischen Kind und Karriere wählen, muss sich aber Vorwürfe gefallen lassen, wenn sich Deutschland mal wieder im Aussterben befindet.
So beinhaltet
Daraus resultiert auch der Heftname, der das Unterfangen benennt, übliche Denkschablonen zu verlassen. Dieser eher weite Fokus führt zum interessanten inhaltlichen Bogen des Heftes, der von der Hexenverfolgung als Grundstein der Moderne bis zur utopischen Science-Fiction-Literatur reicht. Einziges Manko: Die künstlerische Selbstdarstellung des Fotografen bleibt ein Rätsel. Künstler lässt man sich lieber durch ihre Arbeiten mitteilen – und seine Bilder sind ansprechend. Für das Format eines intellektuellen Magazins ist

Alle Termine



outside the box, 64 S., 3 €, 

