Körperwelten
kreuzer - Das Leipzig Magazin

Aus dem Inhalt
TITEL
Wir Gärtner – Leipzig zwischen Schreberkolonie und Guerilla-Grün

SCHÖNER WOHNEN
Asylanten sollen dezentral untergebracht werden

SCHÖNER KÄMPFEN
Bürgerrechtler Werner Schulz im Interview

SCHÖNER TANZEN
Festivals von Hamburg bis Großpösna

Wissen und Wohlstand | 27.01.2009 | 15:37 Uhr
| |

zurück zum Dossier

Kleines ABC des Praktikums

Worauf Praktikanten achten sollten

Schreibtisch eines Praktikanten

Die meisten Studierenden werden schon eins hinter sich haben und vielleicht noch das eine oder andere vor sich: Die Rede ist vom Praktikum. Und mancher ist dabei auch schon ins Schlingern geraten: Wie weit darf das eigene Engagement gehen, welche Rechte hat ein Praktikant und worauf sollte man überhaupt achten? Der kreuzer hat in Zusammenarbeit mit Susan Wille, ehrenamtliche Beraterin der DGB-Jugendorganisation Students at Work, einige wichtige Punkte zusammengestellt, auf die Praktikanten achten sollten.

Arbeitszeit: Nicht mehr als 40 Wochenstunden, dabei auf die Einhaltung der Pausenregelung achten. Überstunden sollten mit Geld oder Freizeit ausgeglichen werden.

Betreuer: Ein fester Ansprechpartner ist wichtig. Man sollte mit ihm zusammen einen Plan aufstellen, um festzulegen, was man während des Praktikums lernen möchte.

Dauer: Ein Praktikum sollte nicht länger als drei Monate dauern, damit Studierende es in die Semesterferien legen können und dadurch keinen Studiums- und BAföG-Ausfall riskieren.

Fahrtkosten: Sollten vom Praktikumsunternehmen übernommen werden, vor allem, wenn keine Vergütung vorgesehen ist.

Freiwilliges Praktikum: Wird arbeitsrechtlich wie ein normaler Job behandelt.

Kündigung: Die Kündigungsfrist beträgt, wenn nicht anders vereinbart, vier Wochen. Sollte es Probleme im Unternehmen geben, die auch durch Gespräche nicht zu beheben sind, ist eine fristlose Kündigung unter Angabe von Gründen möglich.

Pflichtpraktikum: Ist in der Studienordnung vorgeschrieben. Im Gegensatz zum freiwilligen Praktikum gelten hier bisher keine arbeitsrechtlichen Bestimmungen wie etwa Urlaubsanspruch.

Urlaub: Bei Pflichtpraktika von bis zu drei Monaten besteht kein Urlaubsanspruch, bei freiwilligen Praktika gilt jedoch der gesetzliche Urlaubsanspruch von mindestens 20 Tagen im Jahr.

Vergütung: Bei einer Dauer von mehr als drei Monaten sollte es sich um Volontariate oder Traineeprogramme handeln und der gewerkschaftlich geforderte Mindestlohn von 7,50 € pro Stunde bezahlt werden. Eine Vergütung sollte immer angestrebt werden, es gilt: Besser ein fachnaher Nebenjob als ein unbezahltes Praktikum.

Versicherung: Während des Studiums ist man zumeist entweder familienversichert oder in der studentischen Krankenversicherung, doch bei einem Praktikum danach muss man sich zumindest selbst um die Krankenversicherung kümmern. Darauf achten, dass der Arbeitgeber seinen Praktikanten mit in die betriebliche Unfallversicherung aufnimmt!

Vertrag: Ist unerlässlich. Die Inhalte weichen dabei kaum von einem normalen Arbeitsvertrag ab. Ein Mustervertrag ist auf www.students-at-work.de/praktikumsvertrag zu finden.

Wie viele Praktika?: Im Studium sind mehrere möglich, nach dem Studium sollte man jedoch nicht mehr als zwei absolvieren. Absolventen verderben sich mit mehr als zwei Praktika nach der Unizeit ihren Lebenslauf und das eigene Selbstbewusstsein.

Zeugnis: Hat der Vorgesetzte oder der Betreuer keine Zeit, kann man sich das Zeugnis nach Lektüre entsprechender Ratgeber selbst schreiben und es zur Unterschrift vorlegen. Stellt jedoch der Arbeitgeber das Zeugnis aus, so sollte man es von einer Gewerkschaft prüfen lassen. Übrigens: Auch bei einem Nebenjob besteht das Recht auf ein Arbeitszeugnis.

Zweck des Praktikums: Die eigene Berufsorientierung sollte man fest im Blick behalten; ein ausgeglichenes Geben und Nehmen zwischen Praktikant und Unternehmen fördert aber die Zusammenarbeit. Andrea Katrin Kraus

 Students at Work, Beratungszeiten: Di 13-14 Uhr im Lipsius-Bau der HTWK, Karl-Liebknecht-Str. 145, Raum 030 und Do 15.30-17.30 Uhr im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Uni Leipzig, Beethovenstr. 15 (Büro der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt), www.students-at-work.de (mit Praktikumsleitfaden und einer bewerteten Praktikumsstellenbörse)
 weitere informative Websites: www.stura.uni-leipzig.de/stura-cms/405.html, www.generationpraktikum.de (Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales), www.fairwork-verein.de
 Job & Ausbildung: Wie ein älterer Freund

Artikel vom 22.03.2010

 Quo vadis, Ausbildung 2010?

Artikel vom 22.03.2010

 »Zwang ist der falsche Weg«

Artikel vom 22.03.2010

 Weg zum Job

Artikel vom 22.03.2010

 »Welche Fremdsprache würdest du dieses Jahr gern lernen?«

Artikel vom 22.03.2010

 Bio Spezial: Neues Bio-Dossier online

Artikel vom 28.09.2009

 Bio Spezial: »Es geht um eine clevere Wahl der Mobilität«

Artikel vom 28.09.2009

 Bio Spezial: Tofu genial

Artikel vom 28.09.2009

 Bio Spezial: Bio nicht nur essen ...

Artikel vom 28.09.2009

 Bio Spezial: Speisekammer und Co.

Artikel vom 28.09.2009

 Bio Spezial: Bio Einkaufen

Artikel vom 28.09.2009

 Bio Spezial: »Kaufen Sie trotz der Wirtschaftskrise noch Bio-Produkte?«

Artikel vom 21.09.2009

 Bio Spezial: Keine Massenware

Artikel vom 18.09.2009

 Bildung: Abschluss – und nun?

Artikel vom 24.08.2009

 Reisen: Vier Wochen chinesischer Turbokapitalismus

Artikel vom 07.04.2009

 Reisen: Schön ist die Welt, drum lasst uns reisen!

Artikel vom 02.04.2009

 Reisen: Leipzig als Tor zu Europas Metropolen

Artikel vom 01.04.2009

 Reisen: Wenn einer eine Reise macht ...

Artikel vom 01.04.2009

 Reisen: Recht auf Reisen

Artikel vom 01.04.2009

 Reisen: Auf den Spuren der Blues Brothers in Chicago und Shoppen in Barcelona

Artikel vom 01.04.2009

 Reisen: Ich packe meinen Koffer ...

Artikel vom 01.04.2009

 Reisen: Vier Kurze

Artikel vom 01.04.2009

 Reisen: Wohin geht die Reise?

Artikel vom 30.03.2009

 Reisen: Drei Reiseziele für Stadtentdecker

Artikel vom 30.03.2009

 Job und Ausbildung: Neues vom Leipziger Arbeits- und Ausbildungsmarkt

Artikel vom 29.01.2009

 5 Kurze

Artikel vom 28.01.2009

 Endlich mal raus

Artikel vom 27.01.2009

 Jede Reise braucht ihren ersten Schritt

Artikel vom 27.01.2009

 Ein Kommen und Gehen

Artikel vom 27.01.2009

 Fürs Leben lernen

Artikel vom 27.01.2009

 Studium auf Probe

Artikel vom 27.01.2009

 Kleines ABC des Praktikums

Artikel vom 27.01.2009

 Magazin: UniSolar ist vorzeigbar

Artikel vom 04.12.2008

 Gastronomie: kreuzer-Menü-Tour

Artikel vom 30.11.2008

 Umweltschutz: Schnell mal Klimaschutz

Artikel vom 26.11.2008

 Die Börsenkolumne: Wann kracht es endlich?

Artikel vom 16.01.2008

 Die Börsenkolumne: Kuschelkrise

Artikel vom 30.09.2007

 Die Börsenkolumne: Lust an der Panik

Artikel vom 19.08.2007

 Die Börsenkolumne: Krise im Aufbruch

Artikel vom 13.08.2007

 Die Börsenkolumne: Die Angst geht um

Artikel vom 28.07.2007

 Die Börsenkolumne: Es hüstelt

Artikel vom 11.07.2007

AOK Mit dem Rad zur Arbeit